Weniger ist mehr: Assessments, die dein Neuro-Training effizient machen
Jan 11, 2026Der Grundstein für effektives neurozentriertes Training liegt in der Diagnostik. Doch viele machen den Fehler, umfassende Diagnose-Tools in jeder Trainingseinheit zu verwenden, was den Prozess ineffizient macht. Wir unterscheiden daher klar zwischen zwei Funktionen von Assessments, um Athleten und Patienten optimal zu betreuen:
1. Die Diagnose-Box: Das neuronale Profil erstellen
Zu Beginn der Arbeit nutzen wir eine umfassende Diagnostik-Assessment-Box (z.B. der Assessment-Guide).
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Ziel: Identifikation von Defiziten im neuronalen Profil. Wir suchen nach den neuronalen Instanzen, die wahrscheinlich die Ursache für die Probleme des Athleten sind und daher Arbeit benötigen (z.B. Defizite im vestibulären, visuellen oder propriozeptiven System).
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Wann: Primär zu Beginn der Zusammenarbeit.
2. Tägliches Re-Assessment: Die schnelle Funktionskontrolle
Im laufenden Training wäre es ineffizient, die gesamte Diagnose-Box nach jeder Übung durchzuführen. Stattdessen nutzen wir ein fokussiertes Set von Kontroll-Assessments, um die aktuelle Funktion zu bewerten.
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Ziel: Überprüfung der Wirksamkeit der gerade durchgeführten Übung und der aktuellen Kommunikationsfähigkeit des Nervensystems.
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Wann: Kontinuierlich während der Trainingseinheit.
🚦 Die Assessment-Ampel: Der effiziente Aufbau
Für das tägliche Re-Assessment empfiehlt sich eine Auswahl von nur vier Tests, die die wichtigsten Kommunikationskanäle des Körpers abbilden:
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Zwei reflektorische Assessments:
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Testen die Stabilität und das Zusammenspiel der Basissysteme (z.B. Gang-Analyse und Romberg-Test ).
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Zwei Kommunikations-Assessments:
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Testen die aktuelle Fähigkeit zur Bewegung oder Kraftproduktion unter Last.
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Die Zielbewegung (Das Ziel-Assessment):
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Die Bewegung, die am Ende des Tages besser sein soll (z. B. ein spezifischer Squat, eine Wurfgeschwindigkeit).
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âś… Der entscheidende Moment: Haben die Assessments gewirkt?
Die zentrale Frage im Neuro-Training ist nicht, ob die Assessments selbst wirken, sondern: Welche Assessments nutze ich wann wofür?
Die Assessments sind der Kompass und der Kontrollmechanismus. Sie beantworten die Frage: Hat die durchgeführte Übung die gewünschte positive Auswirkung auf die Funktion?
Die goldene Regel des Re-Assessments:
Wir überprüfen die Zielbewegung nur dann, wenn die vorherigen drei oder vier Basis-Assessments (reflektorisch und Kommunikation) eine Verbesserung zeigen.
Wenn die Basis-Funktionen (reflektorische Stabilität, Kommunikation) durch die Übung nicht besser geworden sind, wird die komplexe Zielbewegung mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls schlechter sein oder keine Verbesserung zeigen.
Die Präzision in der Anwendung der Assessments ist der Schlüssel zur Effizienz und zu den schnellen, tiefgreifenden Erfolgen, die neurozentriertes Training so einzigartig machen.
Viel Erfolg beim Training!
Yassin & Team
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