Praktische Assessments für dein Training

assessments bilaterales training neuroathlethik neuroathletiktraining unilaterales training Jan 30, 2021

Was ist für dich persönlich das beste Krafttraining?

Übungen, bei dem beide Körperhälften gleichzeitig dieselbe Bewegung ausführen, so wie es beim Kreuzheben, Liegestütz oder auch Klimmzügen der Fall ist? Oder eignen sich bei dir besser Pistols, Boxsteps, seitliche Ausfallschritte und einarmiges Drücken, also Bewegungen, bei denen beide Körperhälften asymmetrisch belastet werden?

Viele Leute glauben, dass sich muskuläre Dysbalancen durch bilaterale Übungen vermindern, da sich die schwächere Seite der stärkeren mit der Zeit anpassen wird. Doch der umgekehrte Fall tritt ein. Da unser zentrales Nervensystem Sicherheit an erste Stelle stellt, wird es sich auf die sowieso schon stärkere Seite eher verlassen und diese Seite noch mehr belasten. Muskuläre Dysbalancen und das unausgeglichene Kraftniveau verstärken sich.

Das heißt nicht, dass bei muskulären und koordinativen Dysbalancen, kein Kraftzuwachs bei bilateralem Training stattfindet - auch hier kann bei progressivem Training auf Dauer mehr Leistung erbracht werden - allerdings lernt der Körper hierbei primär besser zu kompensieren, da in der weniger sicheren Körperhälfte weniger Spannung erzeugt wird. Kompensationsmuster können sehr stark werden, kolabieren allerdings mit der Zeit.

Welche der beiden Varianten mit welcher Lastverteilung und welcher Kontraktionsform dein zentrales Nervensystem im Training aktuell als förderlich bewertet, lässt sich einfach und individuell anhand von Neuro-Self-Assessments überprüfen. Die Ergebnisse der Tests liefern die notwendigen Informationen zur Erstellung von individuellen Trainingsplänen. Sie geben Aufschluss darüber, ob sich zu dem aktuellen Zeitpunkt eher bilaterale oder unilaterale Übungen anbieten und welchen prozentualen Anteil du beiden zukommen lassen solltest. Auf Grundlage der Assessments entsteht dein persönliches Trainingsprofil. 

Im folgenden Video stellen wir solche Basis-Assessments in der Praxis vor. Diese Tests kannst du direkt für dich im Training nutzen oder bei deinen KundInnen anwenden. Du leitest ein Gruppentraining? Kein Problem – auch hier zeigen wir dir, wie ein neurobasierter Trainingsaufbau mit den Anforderungen des zentralen Nervensystems aussehen kann. 

 

Falls du mehr Infos zu dem Thema haben möchtest, check folgenden Link:

https://www.jebrini-training.de/blog/bilaterales-training-muss-man-sich-verdienen

Wenn du lernen möchtest, wie wir in der Praxis mit Assessments arbeiten und welche wir regelmäßig nutzen, ist das Seminar "Grundlagen der Neuroathletik" im Februar die beste Gelegenheit dafür:

https://www.jebrini-training.de/seminar-grundlagen-der-neuroathletik

Viel Erfolg beim Training!