Wie lassen sich sensorische Reize sinnvoll in Training und Therapie einsetzen?

grundlagen der neuroahletik jebrini training neuroathletik yassin jebrini May 24, 2026

Sensorik beeinflusst unsere Bewegung stärker, als viele denken. Denn im Nervensystem gilt:
Sensorik kommt vor Motorik.

Wenn das Gehirn Reize besser wahrnimmt, läuft häufig auch Bewegung besser. Deshalb können sensorische Reize genutzt werden, um Training und Therapie gezielt vorzubereiten und zu unterstützen.

Welche Reize können also eingesetzt werden? Zum Beispiel: Wärme und Kälte, Druck, spitze oder stumpfe Reize, Vibration, Faszienrollen, Tape usw. Wichtig ist dabei: Nicht jeder Reiz passt zu jedem Menschen. Deshalb sollte immer getestet werden, wie das Nervensystem auf einen Reiz reagiert.

Nach Verletzungen werden Reize oft schlechter wahrgenommen. Dann kann es sinnvoll sein, genau diese Bereiche gezielt zu stimulieren, damit das Gehirn weiterhin Informationen aus diesem Gebiet bekommt. Wenn jedoch gar keine Wahrnehmung mehr vorhanden ist, arbeitet man häufig eher über Nerven- oder Rückenmarksmobilisation, um die Sensorik wiederherzustellen.

Wenn das System hypersensibel ist: Manche Bereiche reagieren nach Verletzungen überempfindlich. In solchen Fällen hilft es oft, nicht direkt auf der schmerzhaften Stelle zu arbeiten, sondern daneben. Dadurch kann das Nervensystem den betroffenen Bereich besser herunterregulieren.

Sensorische Reize können Bewegung, Kontrolle und Therapieerfolg deutlich verbessern – vorausgesetzt, sie werden individuell und passend zum jeweiligen Nervensystem eingesetzt.

Viel Erfolg beim Training!

Yassin & Team


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